Uebernachtungspreise fuer 2 Personen:
Hong Kong / Macau: 33 - 37 Fr.
China: 6 - 69 Fr.
Tibet: 10 - 16 Fr.
Nepal: 3 - 16 Fr.
Indien: 7 - 250 Fr.
Saemtliche Reisekosten in Asien (Durchschnitt) fuer 2 Personen pro Tag:
China: 100 Fr.
Tibet: 167 Fr.
Nepal: 81 Fr.
Indien: 100 Fr.
Gesamte Reisezeiten innerhalb Asiens 2. Teil:
Zug: 174 h
Schiff: 44 h
Bus: 213 h
Reisezeiten der gesamten Weltreise:
Zug: 198 h
Schiff: 248 h
Bus: 618 h
Camper: 18300 km
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Dienstag, 21. Dezember 2010
Donnerstag, 2. September 2010
4 Tage Nomadenleben - zum 400. Tag Freimayer
Mit dem Jeep und einem tibetischen Guide fuhren wir in 4 Tagen ueber das Zeku und Henan Grasland nach Xining. Unterwegs campten wir inmitten von hunderten Nomaden mit ihren Zelten, Yak- und Schafsherden auf 3500 m.ue.M. Ein Leben unter haertesten Bedingungen mit extremer Kaelte und starker Sonneneinstrahlung. Nur eine handvoll Turisten machen diesen Weg jaehrlich.
Die gastfreundlichen Tibeter erlaubten uns die Einsicht in ihr fantastisches Selbstversorgerleben. Nach dem Yakmelken am Morgen wird ein Schaf geschlachtet und zu frischen Wuersten verarbeitet. Die Fuellung wird im Magen vermischt und direkt in den Darm abgefuellt. Die Wuerste werden sofort gekocht. Geheizt wird bei allen Nomaden mit getrocknetem Kot der Yaks, denn Holz gibt es hier nicht. Nach der halben Wurst hatte Dani genug, denn der Schafskopf laechelte ihn auf dem Boden noch irgendwie an. Zum Fruehstueck genossen wir zu einem frischen Glas Yakmilch Brot mit Yakbutter. Wie schon oft auf unserer Reise wurden wir von den aermsten Menschen herzlich aufgenommen.
Die gastfreundlichen Tibeter erlaubten uns die Einsicht in ihr fantastisches Selbstversorgerleben. Nach dem Yakmelken am Morgen wird ein Schaf geschlachtet und zu frischen Wuersten verarbeitet. Die Fuellung wird im Magen vermischt und direkt in den Darm abgefuellt. Die Wuerste werden sofort gekocht. Geheizt wird bei allen Nomaden mit getrocknetem Kot der Yaks, denn Holz gibt es hier nicht. Nach der halben Wurst hatte Dani genug, denn der Schafskopf laechelte ihn auf dem Boden noch irgendwie an. Zum Fruehstueck genossen wir zu einem frischen Glas Yakmilch Brot mit Yakbutter. Wie schon oft auf unserer Reise wurden wir von den aermsten Menschen herzlich aufgenommen.
Freitag, 27. August 2010
Tashi delek Tibet - Hallo Tibet
Wir naehern uns langsam Tibet und reisen in den Provinzen Sichuan, Gansu und Qinghai (alle frueher tibetische Provinz Amdo) durch mehrere tibetische Doerfer ueber diverse 4000m hohe Paesse und Graslaender. Was fuer eine einzigartige Ansicht - riesige Wiesenflaechen bevoelkert von vereinzelten Nomaden mit ihren Zelten, Yak- und Ziegenherden. Ein Leben weit ab von den Grossstaedten Chinas. Wir fuehlen uns so richtig wohl und bestaunen interessiert das Leben der einheimischen Nomaden und der vielen Moenche in den Kloestern. Besonders schoen sind die traditionellen Bekleidungen der Einheimischen. Die Menschen hier leben den Buddhismus den ganzen Tag. Man startet kurz vor Sonnenaufgang mit einem Pilgermarsch (Kora) um das Kloster im Dorf und dreht an den tausenden Gebetsmuehlen.
Jede Minute, der insgesamt 20 Stunden Busfahrt durch diese Gebiete, sind fuer uns spannender als jeder Kinofilm. Wir machen ueberall nette Bekanntschaften mit Tibetern und Moenchen. Besonders bekannt sind die Kloester in Repkong fuer die tibetischen heiligen Gemaelde (Thangkas), welche hier in sorgfaeltiger Arbeit waehrend mehrerer Monate von Moenchen gefertigt werden.
In der Stadt Xunhua, welche zwischen rostroten Felsen am Gelben Fluss liegt, trafen wir auf Salarmuslime, welche einen isolierten tuerkischen Dialekt sprechen.
Jede Minute, der insgesamt 20 Stunden Busfahrt durch diese Gebiete, sind fuer uns spannender als jeder Kinofilm. Wir machen ueberall nette Bekanntschaften mit Tibetern und Moenchen. Besonders bekannt sind die Kloester in Repkong fuer die tibetischen heiligen Gemaelde (Thangkas), welche hier in sorgfaeltiger Arbeit waehrend mehrerer Monate von Moenchen gefertigt werden.
In der Stadt Xunhua, welche zwischen rostroten Felsen am Gelben Fluss liegt, trafen wir auf Salarmuslime, welche einen isolierten tuerkischen Dialekt sprechen.
Freitag, 20. August 2010
China - einfach anders
In den letzten 9 Wochen haben wir die kleinen Gewohnheiten der Chinesen gesammelt. Dies darf jedoch nicht verallgemeinert werden, denn bei 1.5 Milliarden Menschen hat's auch der eine oder andere mit westlichen Gewohnheiten.
- kurz vor Arbeitsbeginn gibt's ein militaerischer Appell auf der Strasse mit Tagesziel und Turnuebungen
- der Regenschirm ist hier ein Sonnenschirm
- sie draengeln wie kleine Kinder in der Metro und im Bus und stehen selten in Schlange
- im Alltag werden Zahlen mit den Fingern gezeigt
- Abfall wird ueberall weggeworfen - einer liest's ja wieder auf
- im Auto hat der Chinese immer Vortritt
- leise Elektroroller sind ueberall eine Gefahr
- Maenner sind hier sogar bauchfrei
- Babys tragen keine Windeln, sondern ein grosser Schlitz in der Hose genuegt, um ueberall hinzu...
- sie spucken einfach ueberall hin
- WC auf dem Land haben keine Tueren und Trennwaende
- 1 Kind Politik im Land
- der Chinese beruehrt alles, ob beim Einkaufen oder im Museum
- essen mit Staebchen
- sie schlafen bei jeder Gelegenheit
- der pensionierte Chinese spaziert mit seinem Vogel im Kaefig in den Park, um ihn singen zu lassen
- gekocht wird mit Gas und zwar Vollgas im Wok
- beim Lachen wird die Hand vor den Mund gehalten
- Soupnoodles sind das Nationalgericht
- es wird alles fotografiert
- beim Essen wird moeglichst viel Verschiedenes bestellt und dann fuer 2 Stunden geschlemmert
- Morgentraining in der Stadt auf Plaetzen und in Parks (Badminton, Tai Chi + Tanzen)
- kurz vor Arbeitsbeginn gibt's ein militaerischer Appell auf der Strasse mit Tagesziel und Turnuebungen
- der Regenschirm ist hier ein Sonnenschirm
- sie draengeln wie kleine Kinder in der Metro und im Bus und stehen selten in Schlange
- im Alltag werden Zahlen mit den Fingern gezeigt
- Abfall wird ueberall weggeworfen - einer liest's ja wieder auf
- im Auto hat der Chinese immer Vortritt
- leise Elektroroller sind ueberall eine Gefahr
- Maenner sind hier sogar bauchfrei
- Babys tragen keine Windeln, sondern ein grosser Schlitz in der Hose genuegt, um ueberall hinzu...
- sie spucken einfach ueberall hin
- WC auf dem Land haben keine Tueren und Trennwaende
- 1 Kind Politik im Land
- der Chinese beruehrt alles, ob beim Einkaufen oder im Museum
- essen mit Staebchen
- sie schlafen bei jeder Gelegenheit
- der pensionierte Chinese spaziert mit seinem Vogel im Kaefig in den Park, um ihn singen zu lassen
- gekocht wird mit Gas und zwar Vollgas im Wok
- beim Lachen wird die Hand vor den Mund gehalten
- Soupnoodles sind das Nationalgericht
- es wird alles fotografiert
- beim Essen wird moeglichst viel Verschiedenes bestellt und dann fuer 2 Stunden geschlemmert
- Morgentraining in der Stadt auf Plaetzen und in Parks (Badminton, Tai Chi + Tanzen)
Jiuzhaigou & Huanglong - Blue Paradise
Von Chengdu aus geht's auf dem Landweg nur noch via 300km Umweg in die noerdliche Gebirgsregion, denn nach den schlimmen Regenfaellen sind viele Strassen weggespuehlt oder zugeschuettet. Die 14 stuendige Fahrt entlang an ueber 15 Wasserkraftwerken in Richtung Jiuzhaigou durch Schluchten und Taeler war sehr eindruecklich, denn 2008 zerstoerte ein Erdbeben viele Haeuser, was noch heute ersichtlich ist. Weil ein Fluss die halbe Strasse mitriss, ging's erst nach 1 Stunde Pause weiter, nachdem der Weg provisorisch weggebaggert wurde. Unser Ziel waren die zwei Nationalparks Jiuzhaigou und Huanglong. Obwohls immer noch regnerisch war, sind diese zwei Parks so wunderschoen, wie von einem anderen Planeten. Paradiesisch blaue Seen, Wasserfaelle und Fluesse umgeben von steilen Bergen zeichnen diese gigantische Gegend aus.
Donnerstag, 19. August 2010
Pandabaeren
Wir freuten uns riesig auf die Pandabaeren in der Aufzuchtstation in Chengdu. In den umliegenden Gebirgsketten leben angeblich noch ca. 1001 dieser putzigen Tiere. Besonders niedlich war das 10 Tage alte Pandababy im Brutkasten. Zu unserem Erstaunen gibt es sogar auch einen Kleinen Panda (Roter Panda).
Nach all den vielen Grossstaedten Chinas haben wir genug vom Laerm und den vielen Menschen. Jetzt gehts ab in die Berge und zwar richtig - aufs "Dach der Welt".
Nach all den vielen Grossstaedten Chinas haben wir genug vom Laerm und den vielen Menschen. Jetzt gehts ab in die Berge und zwar richtig - aufs "Dach der Welt".
Mittwoch, 18. August 2010
Terrakotta Armee - Kompanie Achtung!
Die Terrakotta Armee in Xian ist eine der beruehmtesten archaeologischen Funde. Laenger als 2000 Jahre hat diese unterirdische lebensgrosse Armee von tausenden Soldaten lautlos die Seele des 1. Kaisers bewacht, der China vereinte. Da die Natur und Feinde des Kaisers saemtliche Figuren zertruemmert haben, wird nun sehr aufwaendig die ganze Armee restauriert. Denn die Staette wurde erst 1974 durch einen Bauern auf der Suche nach Wasser entdeckt.
Montag, 9. August 2010
Peking, Beijing oder Entenhausen
Eine Woche lebten wir in der Hauptstadt Chinas, welche mit fantastischen Sehenswuerdigkeiten vollgestopft ist, jedoch unter der starken Luftverschmutzung leidet. Am ersten Tag sahen wir kaum ans andere Ende des Tiananmenplatz (groesster oeffentlicher Platz der Welt), welcher vor der Verbotenen Stadt liegt. Ueber 500 Jahre durfte niemand die Verbotene Stadt betreten. Hier lebten zwei Kaiserdynastien, die Ming und Qing. Nach dem Regen am zweiten Tag praesentierte sich die Grosse Mauer am dritten Tag bei Sonnenschein mit herrlicher Sicht und fuer uns war sofort klar, dieses Bauwerk ist der Hoehepunkt unserer Chinareise. Die vier Stunden Busfahrt an ein abgelegenes Stueck der Mauer hat sich gelohnt, so konnten wir praktisch alleine 3 Stunden ueber die Mauer bei Jinshanling wandern.
Am Abend verzerrten wir eine Pekingente frisch aus dem Holzofen und sind erneut von der Kueche Chinas ueberrascht. Das beleuchtete Nationalstadium "Vogelnest" ist ganz klar ein Besuch wert, besonders am Abend mit bunter Beleuchtung. Die Stadt selbst ist etwas enttaeuschend, es scheint als haette man seit der Olympiade nichts mehr gemacht und unzaehlige Tourbueros sind auf der Jagd Turisten abzuzocken.
Am Abend verzerrten wir eine Pekingente frisch aus dem Holzofen und sind erneut von der Kueche Chinas ueberrascht. Das beleuchtete Nationalstadium "Vogelnest" ist ganz klar ein Besuch wert, besonders am Abend mit bunter Beleuchtung. Die Stadt selbst ist etwas enttaeuschend, es scheint als haette man seit der Olympiade nichts mehr gemacht und unzaehlige Tourbueros sind auf der Jagd Turisten abzuzocken.
Donnerstag, 5. August 2010
1. August an der EXPO
Zwei Tage bestaunten wir das Expo Gelaende mit den kreativen Laenderpavillons. Was fuer eine geniale Ausstellung! Nur sind wir nicht alleine, denn die Gratistickets fuer den Chinapavillon sind taeglich nach 10 Minuten weg und fuer uns Turisten erst spaeter auf dem Schwarzmarkt fuer 50 Franken erhaeltlich. Bei den beliebtesten Orten entstehen kurz nach Eroeffnung Wartezeiten von bis 6 Stunden! Zum Glueck gewaehren unsere Europanachbarn "easy access" und am 1. August gehoerte der gesamte Schweizer Pavillon dem Shanghai Swiss Club, wo wir uns fuer die Feier anmeldeten und zur Freude Evelines Bruder trafen. Die Unterhaltung der Alphornblaeser aus St. Moritz und dem bekannten Jodlerclub Wiesenberg (Ewigi Liebi), genossen wir zu einem feinen Raclette und unzaehligen Fahrten auf dem Sessellift, bis es uns truemmlig wurde.
Better City, Better Life - Shanghai
Dies ist der Slogan der Expo 2010 in Shanghai und wurde auch innert kurzer Zeit umgesetzt. Die Stadt praesentiert sich als Vorzeigemodel einer Luxusstadt mit der modernsten Metro, fantastischen Museen, Hochgeschwindigkeits-Hauptbahnhof und 8 Minuten Magnetschwebebahn vom Zentrum an den Flughafen. Was will man mehr? Egal - Shanghai hat's, denn durch den Einfluss der Englaender und Franzosen ist eine Flussseite "Der Bund" voller neoklassischer Prunkbauten und das Gegenueber eine wirklich tolle Skyline mit Fernsehturm und unzaehligen Designerwolkenkratzern entstanden. Diese Stadt ist so sympathisch, dass wir uns gleich fuer eine Woche in einer kleinen Wohnung im 19. Stock mit Traumsicht einquartierten. Die ersten zwei Tage zeigte uns Jolie, eine nette Chinesin und Freundin von Rosmarie, welche sie auf dem Jungfraujoch kennenlernte, die Stadt von ihrer besten Seite. Aufgrund der Expo mit taeglich 500'000 Besuchern ist die Stadt so ziemlich am Limit, sogar Strassen werden automatisch zu Fussgaengerzonen umfunktioniert.
Freitag, 30. Juli 2010
Hangzhou, Suzhou & Tongli
Dies waren unsere letzten Stopps bevors mit dem Bullettrain mit 350 km/h ins Zentrum Shanghais ging. Hangzhou liegt am bezaubernden Westsee, gefuellt mit Lotusblumen, unzaehligen Bruecken und 20'000 gratis Fahrraedern, mit welchen man in 2h um den See fahren kann. Imposant ist ein weiterer Megabau Chinas, denn ueber Jahrhunderte wurde der laengste Kanal der Welt von Hangzhou bis Beijing ueber eine Laenge von 1800km ausgebudelt und wird noch heute rege als Transportweg benutzt.
In Suzhou erkundeten wir Chinas schoenste Gartenanlagen, von denen einige ueber 1000 Jahre alt sind. Tongli ist eine kleine, huebsche Kanalstadt, welche in einem Tag zu erkunden ist. Fischer demonstrieren den traditionellen Fischfang mit Hilfe von Kormoranen und romantische Ruderboote dienen als Taxis.
In Suzhou erkundeten wir Chinas schoenste Gartenanlagen, von denen einige ueber 1000 Jahre alt sind. Tongli ist eine kleine, huebsche Kanalstadt, welche in einem Tag zu erkunden ist. Fischer demonstrieren den traditionellen Fischfang mit Hilfe von Kormoranen und romantische Ruderboote dienen als Taxis.
Sonntag, 25. Juli 2010
Der Berg ruft - himmlischer Huangshan
Soviel steht fest, die chinesischen Highlights sind im Besitz von inlaendischen Tourgruppen. Zeichnet Unesco einen Ort aus, gibts einen Highway, Tunnels, Bruecken und kurz darauf treffen die ersten Cars ein. So kommts, dass in den zwei traumhaften Huizhou Doerfern Xidi und Hongcun im Minutentakt Tourgruppen mit Guide und Fahne durch die Gassen gehetzt werden. Waehrend sich ueberall Chinesen mit uns fotografieren lassen wollen, sprechen uns auch immer wieder viele interessierte, freundliche Chinesen in wackligem Englisch an.
Geht's ums Bauen von grossen unmoeglichen Dingen, findet der Chinese immer eine Loesung. So wurden auf ueber 30km Steintreppen auf dem Huangshan in schwierigstes, steilstes Gelaende verbaut oder von Hand in die Felsen gehaemmert. Die Zweitageswanderung in diesem Gebirge ueber tausende von Treppenstufen war ausgezeichnet und der Anblick gigantisch. Aber die Stufen merken wir noch heute in den Beinen. Waehrend wir neben Traegern 2 Stunden die oestlichen Stufen hochgeschwitzt sind, werden 10'000 Touristen mit vier Seilbahnen auf den Berg befoerdert. Highlight war der Sonnenaufgang ueber dem Nebelmeer in Mitten der spitzigen Granitgipfel und Kieferbaeumen.
Langsam haben wir den Trick gefunden, den grossen Gruppen auszuweichen, denn ueber die Mittagszeit sind alle am Nudeln schluerfen, auch abends ist oft vieles verlassen, so dass wir das schoene China fuer uns geniessen koennen. Ach ja in China rufen die Berge wirklich, denn jede Tour wird mit dem Guide und Lautsprechern angefuehrt. Sieht man jedoch ueber diese Massen chinesischer Tourgruppen hinweg, sind wir jedesmal von neuem begeistert, was China alles zu bieten hat.
Geht's ums Bauen von grossen unmoeglichen Dingen, findet der Chinese immer eine Loesung. So wurden auf ueber 30km Steintreppen auf dem Huangshan in schwierigstes, steilstes Gelaende verbaut oder von Hand in die Felsen gehaemmert. Die Zweitageswanderung in diesem Gebirge ueber tausende von Treppenstufen war ausgezeichnet und der Anblick gigantisch. Aber die Stufen merken wir noch heute in den Beinen. Waehrend wir neben Traegern 2 Stunden die oestlichen Stufen hochgeschwitzt sind, werden 10'000 Touristen mit vier Seilbahnen auf den Berg befoerdert. Highlight war der Sonnenaufgang ueber dem Nebelmeer in Mitten der spitzigen Granitgipfel und Kieferbaeumen.
Langsam haben wir den Trick gefunden, den grossen Gruppen auszuweichen, denn ueber die Mittagszeit sind alle am Nudeln schluerfen, auch abends ist oft vieles verlassen, so dass wir das schoene China fuer uns geniessen koennen. Ach ja in China rufen die Berge wirklich, denn jede Tour wird mit dem Guide und Lautsprechern angefuehrt. Sieht man jedoch ueber diese Massen chinesischer Tourgruppen hinweg, sind wir jedesmal von neuem begeistert, was China alles zu bieten hat.
Sonntag, 18. Juli 2010
China - wo sind die Fruehlingsrollen?
Kunming (1 Mio Einwohner)
Fuer 3 Tage erkundeten wir die Fruehlingsstadt Kunming, wo wir vom Bambustempel und dem Westberg fasziniert waren. Eine Tageswanderung brachte uns mit Umwegen auf den Gipfel des Westberges, denn jeder Einheimische zeigte in eine andere Richtung, wenn wir nach dem Namen des Berges fragten. Es stellte sich erst am Schluss heraus, dass die gesamte Gebirgskette auf chinesisch diesen Namen traegt. Die Verstaendigung ist hier also teilweise schon etwas verwirrend, so kommt es auch, dass wir den Flug nach Chongqing ganze 3mal online buchten. Dies ohne chinesisch zu korrigieren, war eine echte Herausforderung.
Chongqing (35 Mio. Einwohner) und Dazu Hoehlenskulpturen
In der groessten Stadt der Welt kamen wir nicht mehr aus dem Staunen. Was hier an Wolkenkratzern gebaut wird, ist unvorstellbar. In der Stadtplanungsausstellung ist die ganze Stadt im Miniformat in einer riesigen Halle aufgebaut. Bekannt ist Chongqing fuer den Feuertopf - ein echtes scharfes Fondue Chinoise. Im Restaurant wurden wir freundlich begruesst, denn wir waren fuer sie die ersten europaeischen Gaeste. Die Speisekarte klang fuer uns wie eine Auflistung der Tiere im Zuerizoo, denn im Angebot war: Schildkroeten, Seeloewendarm, Haisamen, Seegurken, Krokodilmagen, Straussenherz, Hirschhirn, Entenzunge oder Taubendarm. Wir waehlten Hund - nein natuerlich Rindfleisch! Um etwas vom Stadtlaerm zu fluechten, gings mit dem Bus nach Dazu, um die 1000 jaehrigen buddhistischen Steinfiguren in den Felsen zu erkunden. Fuer die kleinste Besichtigung in einer Stadt benoetigt man in China mindestens 1 Stunde Busfahrt, ausserhalb einer Stadt geht ein Tag drauf, da die Distanzen riesig sind.
Yangtse - 3 Schluchten Cruise und Damm
In Chongqing buchten wir unsere Kreuzfahrt auf dem Yangtsefluss, dem 3. groessten Fluss der Welt. Aufgrund dem 3-Schluchten-Damm wurde der Fluss auf einer Laenge von 550km gestaut und das Level im Moment auf 150 Meter angestaut. Die 3 Schluchten sind trotzdem noch eindruecklich und die 3 Tage ein herrliches Erlebnis. Aufgrund des Preises buchten wir die Schifffahrt mit einer chinesichen Tourgruppe. So boardeten Freimayers mit 300 Chinesen auf einen alten Dieseldampfer, auf welchem Ratten gleich nach Bezug des Zimmers unser Fruehstuecksbrot fuer 2 Tage wegfrassen. Somit sind wir bei dem anderen China angelangt. Saemtliche Geschichten haben hier einfach zwei Seiten, auf der einen Seite das moderne herausgeputzte China und daneben ein furchtbarer Dreck. Auch viele Chinesen sind Sauhunde, sie spucken, draengeln und werfen Abfall ueberall fort. Es war also ein besonderes Erlebnis mit dieser Tour. Unglaublich - die Chinesen raeumen einen Touristenshop innert Kuerze leer und wenns ums Einsteigen in einen Car geht, klappt dies ruckzuck draengel draengel in wenigen Sekunden.
Wuhan (5 Mio. Einwohner)
Nach der Besichtigung des Damms mit 26 mal 700 Megawatt Turbinen kamen
wir erschoepft in Wuhan an. Auch diese Stadt liegt direkt am Yangtse, wo wir am Abend Kaeres Arbeitskollege Sheng trafen, um gemeinsam ein super Fondue Chinoise mit Schnecken (Abalone) und anderen Meerestieren zu geniessen. Dieses Essen war das Gourmet Highlight von China, denn die chinesische Kueche ist einfach fantastisch - doch nach 4 Wochen haben wir noch nirgends eine Fruehlingsrolle gesichtet.
Fuer 3 Tage erkundeten wir die Fruehlingsstadt Kunming, wo wir vom Bambustempel und dem Westberg fasziniert waren. Eine Tageswanderung brachte uns mit Umwegen auf den Gipfel des Westberges, denn jeder Einheimische zeigte in eine andere Richtung, wenn wir nach dem Namen des Berges fragten. Es stellte sich erst am Schluss heraus, dass die gesamte Gebirgskette auf chinesisch diesen Namen traegt. Die Verstaendigung ist hier also teilweise schon etwas verwirrend, so kommt es auch, dass wir den Flug nach Chongqing ganze 3mal online buchten. Dies ohne chinesisch zu korrigieren, war eine echte Herausforderung.
Chongqing (35 Mio. Einwohner) und Dazu Hoehlenskulpturen
In der groessten Stadt der Welt kamen wir nicht mehr aus dem Staunen. Was hier an Wolkenkratzern gebaut wird, ist unvorstellbar. In der Stadtplanungsausstellung ist die ganze Stadt im Miniformat in einer riesigen Halle aufgebaut. Bekannt ist Chongqing fuer den Feuertopf - ein echtes scharfes Fondue Chinoise. Im Restaurant wurden wir freundlich begruesst, denn wir waren fuer sie die ersten europaeischen Gaeste. Die Speisekarte klang fuer uns wie eine Auflistung der Tiere im Zuerizoo, denn im Angebot war: Schildkroeten, Seeloewendarm, Haisamen, Seegurken, Krokodilmagen, Straussenherz, Hirschhirn, Entenzunge oder Taubendarm. Wir waehlten Hund - nein natuerlich Rindfleisch! Um etwas vom Stadtlaerm zu fluechten, gings mit dem Bus nach Dazu, um die 1000 jaehrigen buddhistischen Steinfiguren in den Felsen zu erkunden. Fuer die kleinste Besichtigung in einer Stadt benoetigt man in China mindestens 1 Stunde Busfahrt, ausserhalb einer Stadt geht ein Tag drauf, da die Distanzen riesig sind.
Yangtse - 3 Schluchten Cruise und Damm
In Chongqing buchten wir unsere Kreuzfahrt auf dem Yangtsefluss, dem 3. groessten Fluss der Welt. Aufgrund dem 3-Schluchten-Damm wurde der Fluss auf einer Laenge von 550km gestaut und das Level im Moment auf 150 Meter angestaut. Die 3 Schluchten sind trotzdem noch eindruecklich und die 3 Tage ein herrliches Erlebnis. Aufgrund des Preises buchten wir die Schifffahrt mit einer chinesichen Tourgruppe. So boardeten Freimayers mit 300 Chinesen auf einen alten Dieseldampfer, auf welchem Ratten gleich nach Bezug des Zimmers unser Fruehstuecksbrot fuer 2 Tage wegfrassen. Somit sind wir bei dem anderen China angelangt. Saemtliche Geschichten haben hier einfach zwei Seiten, auf der einen Seite das moderne herausgeputzte China und daneben ein furchtbarer Dreck. Auch viele Chinesen sind Sauhunde, sie spucken, draengeln und werfen Abfall ueberall fort. Es war also ein besonderes Erlebnis mit dieser Tour. Unglaublich - die Chinesen raeumen einen Touristenshop innert Kuerze leer und wenns ums Einsteigen in einen Car geht, klappt dies ruckzuck draengel draengel in wenigen Sekunden.
Wuhan (5 Mio. Einwohner)
Nach der Besichtigung des Damms mit 26 mal 700 Megawatt Turbinen kamen
wir erschoepft in Wuhan an. Auch diese Stadt liegt direkt am Yangtse, wo wir am Abend Kaeres Arbeitskollege Sheng trafen, um gemeinsam ein super Fondue Chinoise mit Schnecken (Abalone) und anderen Meerestieren zu geniessen. Dieses Essen war das Gourmet Highlight von China, denn die chinesische Kueche ist einfach fantastisch - doch nach 4 Wochen haben wir noch nirgends eine Fruehlingsrolle gesichtet.
Donnerstag, 8. Juli 2010
China - what a surplise der Superlativen
Nach den zwei Megacities gings ins Megaland. Was uns China in den ersten Tagen praesentierte ist gigantisch. Ein perfektes OeV-System, ausgelegt fuer Millionen von Passagieren, rausgeputzte Staedte und Sehenswuerdigkeiten, bei denen echt der Atem stehenbleibt. Vermutlich werden wir auch nur die guten Seiten Chinas kennenlernen, denn es scheint als haette China alles im Griff. Sie sind perfekt organisiert und erschaffen Bauwerke, welche fuer uns unmoeglich scheinen. Vermutlich wuerden die Chinesen eine zweite Gotthardroehre innert Wochenfrist puenktlich eroeffnen. Auf unserer ersten Nachtzugsfahrt von 18 Stunden kamen wir auf die Minute puenktlich an. Zu 95% reisen chinesische Tourgruppen im Land umher, so dass die Highlights sehr touristisch ausgebaut sind.
Als erster Hoehepunkt besuchten wir die vertraeumten Karstlandschaften von Yangshuo und erkundeten sie mit dem Bike und zu Fuss. Diese atemberaubende Gegend wirkt wie von einer anderen Welt. Besonders interessant und fein war der Kochkurs, bei dem wir vom Einkauf auf dem Bauernmarkt bis zum fertigen Gericht alles selbst im Wok unter chinesischer Anleitung brutzelten. Die letzten 3 Tage verbrachten wir in den Bergen, nahe an der Grenze zu Laos und Vietnam. Im Ort Yuanyang befinden sich erstaunliche jahrhunderte alte Reisterrassen, von deren Anblick man nie genug bekommt. Je nach Jahreszeit spiegelt sich der Himmel in den mit Wasser gefuellten Pools. Zur Zeit sind die Terrassen voll mit verzaubert gruenem Reis bepflanzt und Wanderungen durch die Terrassen von Bergvolk zu Bergvolk sind einfach unbeschreiblich. Das Hanivolk, welches urspruenglich aus Tibet stammt, arbeitet mit traditionellen bunten Trachten auf dem Markt oder mit Wasserbueffeln in den Millionen von Reisterrassen.
Dies ist der extremste Unterschied von traditionellen armen Leuten und modernen Staedten in einem Land, was wir bis jetzt erlebt haben. Die Regierung unterstuetzt nun sichtbar diese Voelker, unterlaesst Landsteuern, baut Strassen und stellt Baumaterial zur Verfuegung. Es scheint als entwickelt sich China im Schnellzugstempo (aktuell 350 km/h ab Shanghai in Richtung Beijing)!
Als erster Hoehepunkt besuchten wir die vertraeumten Karstlandschaften von Yangshuo und erkundeten sie mit dem Bike und zu Fuss. Diese atemberaubende Gegend wirkt wie von einer anderen Welt. Besonders interessant und fein war der Kochkurs, bei dem wir vom Einkauf auf dem Bauernmarkt bis zum fertigen Gericht alles selbst im Wok unter chinesischer Anleitung brutzelten. Die letzten 3 Tage verbrachten wir in den Bergen, nahe an der Grenze zu Laos und Vietnam. Im Ort Yuanyang befinden sich erstaunliche jahrhunderte alte Reisterrassen, von deren Anblick man nie genug bekommt. Je nach Jahreszeit spiegelt sich der Himmel in den mit Wasser gefuellten Pools. Zur Zeit sind die Terrassen voll mit verzaubert gruenem Reis bepflanzt und Wanderungen durch die Terrassen von Bergvolk zu Bergvolk sind einfach unbeschreiblich. Das Hanivolk, welches urspruenglich aus Tibet stammt, arbeitet mit traditionellen bunten Trachten auf dem Markt oder mit Wasserbueffeln in den Millionen von Reisterrassen.
Dies ist der extremste Unterschied von traditionellen armen Leuten und modernen Staedten in einem Land, was wir bis jetzt erlebt haben. Die Regierung unterstuetzt nun sichtbar diese Voelker, unterlaesst Landsteuern, baut Strassen und stellt Baumaterial zur Verfuegung. Es scheint als entwickelt sich China im Schnellzugstempo (aktuell 350 km/h ab Shanghai in Richtung Beijing)!
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