Mittwoch, 6. Oktober 2010

Trekkingwoche um Pokhara: Hello Chocolate - Namaste

Panchase Trek
 
Sonnenuntergang Panchase Gaestehaeuser
Nepali Haeuser
Annapurna Range mit dem heiligen Toblerone Machhapuchhre

In Nepal gibt es drei Religionen: Buddhisumus, Hinduismus und Turismus. Warum das so ist, haben wir am ersten Morgen auf einer Alp auf 1000 m.ue.M. selbst erlebt. Um 5.30 Uhr warteten wir ca. 30km Luftlinie vom Annapurnamassiv auf die ersten Sonnenstrahlen. Ein 7000er nach dem andern wurde von der Sonne erstrahlt, bis die ganze Gruppe von ueber 20 Bergkolossen zwischen 6-8000 m.ue.M wolkenlos vor uns stand - wir waren sprachlos und wissen nun warum dies Massen an Turis anzieht. Die 7000 m Hoehendifferenz (Annapurna 1, 8091m) vom Gaestehaus zum Himalaya aus dieser Distanz hauen einem fast um.

Wir waehlten zwei abgelegene 3-Tagestreks um Pokhara und unser Guide fuehrte uns zu fantastischen Gaestehaeusern in den Bergen, wo ueberall das Nepal Standartgericht Daal Bhaat (Reis, Linsensuppe und Currygemuese) serviert wird. Die armen Leute in den Bergdoerfern sind ausgesprochen nett, begruessen auf Nepali "Namaste" und Kinder rufen oft: "Hello, chocolate!" Die Sonnenaufgaenge und der Anblick auf dieses Bergpanorama machen suechtig. So sind wir jeden Morgen frueh aus dem Bett, denn Wolken verdecken schon kurz nach dem Mittag die Sicht.

Nepal ist fuer Wanderfreunde echt eine Reise wert, doch es scheint, dass die politischen Probleme leider nicht so schnell geloest werden wollen, muessen oder koennen. 2011 ist Nepal Turism Year. Wir hoffen bis dann hats genuegend Plaetze in den Bussen, sonst fahren dann alle wie wir weiterhin auf dem Dach.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Die heilige Kuh in Kathmandu



Eine Woche lang genossen wir das turistische Leben in Kathmandu zwischen den Nepali, welche sich mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad hupend durch die engen Gassen vorbei an heiligen Kuehen und unzaehligen Turisten draengeln. Die Stadt ist dreckig, laut und so ziemlich unorganisiert, aber hat trotzdem ihren eigenen Charme. Bald merken wir, dass es zu Fuss fast am schnellsten vorwaerts geht.

In der ganzen Stadt findet man kleine hinduistische und buddhistische Tempel, wo Einheimische ihre Rituale praktizieren. Im Zentrum der Stadt liegt der ehemals koenigliche Palast, wo auch ein junges Maedchen (Kumari) in einem Tempel lebt, welche als Reinkarnation der hinduistischen Göttin Durga gilt.

Die Woche benutzten wir auch, um unsere eindrueckliche Tibetreise zu verarbeiten und das Visum fuer Indien - unsere vorerst letzte Destination - zu organisieren.

Mittwoch, 29. September 2010

3. Welt Tourist Adventure Park - Nepal

Seit ueber 50 Jahren ist das kleine Nepal fuer Turisten zugaenglich, doch das Land hat sich fuer uns sehr speziell entwickelt. Der Turistenteil ist perfekt ausgebaut fuer saemtliche Beduerfnisse vom Cappuccino, zur Pizza bis zum sofort Waescheservice. Das ganze ist noch relativ billig und auf einem super Standard, perfekt fuer 2 Wochen Trekking- und Adventureferien.
Doch daneben laeuft ein zweites Leben, indem der Grossteil der Bevoelkerung gefangen ist. Die aermsten Menschen kaempfen ums Ueberleben mit momentan aktuellen Krankheiten wie Denguefieber, Cholera und Schweinegrippe. Hier in Nepal leben die Armen und der Turist in Harmonie nebeneinander. Die Einheimischen sind alle sehr freundlich, es ist sicher und es wird nicht mal gross um Geld gebettelt. Im Moment sind grosse Gebiete im Land per Bus nicht erreichbar,denn Erdrutsche haben ganze Strassenabschnitte weggespuehlt.
Nepal wirft in uns einige Fragen auf, obwohl auch wir nach 3 Monaten China, das ueberhaupt nicht auf westliche Turisten eingestellt ist, all die turistischen Angebote schaetzen.Wir befinden uns momentan im Steakhouse in Pokhara, bevors auf eine Wanderung in der Annapurnaregion geht. Ach ja, zur Zeit befinden sich ca. 5000 Turisten auf dem Annapurna Circuit und 250 Trekker warten am Cho Oyu (Tibet) auf das perfekte Wetterfenster fuer die Gipfelerstuermung. Wer wird wohl zuerst oben sein?

Sonntag, 19. September 2010

Everest - Sagarmatha - Qomolangma




Was fuer ein schoenes Erwachen am Basecamp mit Sicht auf den groessten Berg der Welt, welchen Namen er auch immer hat. Nach unserem Trek verstehen wir das Verlangen nach dem Rausch der Hoehe, doch unser Reisefieber ist groesser und wir machten uns auf den Weg nach Kathmandu in Nepal. Der Weg wurde zu einem grossen Abenteuer, denn auf weiten Strecken ist durch den andauernden Regen die Strasse weggespuehlt. Wir mussten mit Sack und Pack zu Fuss weiterlaufen und uns einige Kilometer weiter nach einem neuen Verkehrsmittel umschauen.

Tibet war sehr emotionell mit praegenden Erlebnissen und Eindruecken, wie wir sie noch nie erlebt haben. Wir erhoffen uns irgend eine Loesung fuer Tibet - vielleicht spuehlts ja mal ganz China weg mit dem jaehrlich ansteigenden Regen.

Der Himmelssee - Namtso




Der riesige Salzsee Namtso, inmitten von 5-7 Tausendern ist so traumhaft, dass man wirklich meint Himmel auf Erden anzutreffen. Im Winter ist das ganze Gebiet verlassen, denn jeglicher Zugang ist unmoeglich und der See total zugefroren. Auf den unendlichen Weideflaechen um den See sind viele Nomaden mit ihren Yaks und Schafen angesiedelt, welche waehrend der kurzen zweimonatigen Vegetationszeit hier leben.

Trekking vom Kloster Ganden zum Kloster Samye

Trekking Start im Kloster Ganden


Gepaeckverlad auf unsere zwei starken Yakbullen

Ankunft auf dem ersten Pass Shuga-La (5240m.ue.M.) 

Sicht auf das herrlich gruene Tsotup Chu Tal

Aufstieg zum zweiten Pass Chitu La (5090m.ue.M.)

Ankunft im Kloster Samye


Nachdem wir uns in Lhasa mit Zelt, Schlafsaecken, Matten, Proviant und warmen Kleidern eingedeckt hatten, stand fuer den Trek nichts mehr im Weg. Doch - zwei 5000er Paesse waren in den vier Tagen zu ueberwinden und dass diese noch verschneit waren, haetten wir nicht erwartet. Zum Glueck trugen die Yaks die schweren Gepaeckstuecke, denn der fuenf stuendige Aufstieg zum ersten Pass war sehr anstrengend, da die Luft immer duenner wurde. Die Bergwelt hier ist einfach himmlisch und man wuerde am liebsten tagelang stehenbleiben und den Anblick geniessen.

Lhasa - Dalai Lama




Lhasa, die Goetterstadt und eigentlicher Sitz des Dalai Lama ist der Ausgangspunkt fuer unseren Traum - Tibet. Der tibetische Teil ist faszinierend mit vielen Pilgern, welche sich auf der Kora um den Jokhang Tempel, dem Zentralheiligtum der Tibeter, zu Boden werfen. Die ganze Gegend wird seit den Unruhen 2008 von schwer bewaffneter chinesicher Armee bewacht und Scharfschuetzen stehen auf den Daechern in Position. Ein Gegensatz, der nicht zu verstehen ist!

Lhasa bietet enorm viel und im Vergleich zu den Kloestern auf dem Land sind hier doch noch viele Moenche anzutreffen. In allen Grossstaedten Tibets bauen die Chinesen einen neuen chinesischen Stadtteil und den tibetischen lassen sie zerfallen (natuerlich ohne die profitablen Sehenswuerdigkeiten).