Montag, 15. Februar 2010

Tropical Queensland

Langsam haben wir uns an die ueber 80% Luftfeuchtigkeit gewoehnt und erkunden die sehr touristische Ostkueste. Da alles sehr verbauen oder wirtschaftlich genutzt wird, freuen wir uns ueber jeden kleinen Nationalpark hier im Staat Queensland. Ein riesiger Abschnitt wird fuer den Zuckerrohranbau genutzt und wir erfuhren bei einer Tour vom Anbau bis zum Schnaps so ziemlich alles ueber diese Pflanze. Der grosse Nachteil ist der viele Duenger, welcher direkt ins Great Barrier Reef Gebiet fliesst und die Korallen ausbleicht. Auch erstaunte uns der Kohlenverladehafen direkt an der Kueste, wo jaehrlich 900 Frachter durch das Riff brausen. Hmmm - Business vor Umwelt, wie halt leider so oft.

Darum war es umso traumhafter morgens gegen 6 Uhr den Sonnenaufgang mit einer Gruppe Wallabies, welche frisches Seegras frassen, im Cape Hillsborough zu geniessen. Das wohl kurrligste Tier bis jetzt war das Schnabeltier (Platypus), welches wir im Broken River im Eungella Nationalpark mit Geduld beobachten konnten. In Australien wird jeder ein Vogelliebhaber, denn was hier alles rumfliegt, ist einfach herrlich. Fast jeden Abend werden wir von einem Lachenden Hans (Kookaburra) und verschieden bunten Papageien unterhalten.

Kilometerstand seit Abfahrt in Sydney: 10'623 km

Donnerstag, 11. Februar 2010

Von der Wueste in den tropischen Regenwald

Nachdem wir die Stadt Alice Springs in der Mitte Australiens verlassen haben, freuten wir uns sehr auf die Ostkueste. Doch bis dorthin waren es drei Tage mit dem Fahrzeug (knapp 2000 km) und die Strasse war schnurgerade. Es war interessant wie sich die Landschaft ueber diese Distanz aendert, denn nun sind wir an der tropischen Ostkueste und voll in der Regenzeit. Es ist trotzdem 35 Grad bei 80% Luftfeuchtigkeit und es regnet halt Tag und Nacht ab und zu wiedermal. So wurde auch unser Segeltoern um die Whitsunday Inseln zum Hochseetoern mit super Wind und 19 Knoten Fahrt segelten wir zum Whitehavenbeach, welcher mit einem Quarzgehalt von 99,7 % der weisseste Strand der Welt ist. Kilometerstand seit Abfahrt in Sydney: 9540 km

Mittwoch, 3. Februar 2010

40 Grad im Outback

Nachdem wir unser Fahrzeug mit Proviant und genuegend Wasser fuer 2 Wochen beladen haben, gings durch den Flinders Ranges Nationalpark in Richtung Outback. Was dieser Park an Natur und Tieren bietet, ist fantastisch - wir konnten zwischen einer wilden Gruppe Kaenguruhs campen und Emufamilien und Rockwallabies beobachten. Durch den Park gings auf 4WD Tracks vorbei an alten Steinformationen, wobei wir schlussendlich auf dem Oodnadatta Track ins Outback gelangten.

Fast 700km waren wir auf sehr staubigen oder roten ungeteerten Strassen unterwegs, wo wir mit Freude nur so alle 200km ein entgegenkommendes Fahrzeug erblickten. In der ersten winzigen Ortschaft Marree landen kleine Flugzeuge direkt vor dem Pub, wo auch wir ein kuehles Bier genossen. Denn bei ueber 40 Grad am Tag und 30 Grad in der Nacht war dies die beste Abkuehlung.

In der Opalgraeber Stadt Coober Pedy erklaerte uns der Schweizer Opalgraeber Markus Hammermeister so ziemlich alles ueber diese Leidenschaft und zeigte uns freundlich sein modern eingerichtetes Untergrundhaus. Auch wir versuchten natuerlich unser Glueck in einer Mine - doch ausser Dreck fanden wir nichts. Mit grosser Spannung erblickten wir den Uluru (groesster Monolith der Welt) und waren durch den Anblick begeistert. Der 10km Marsch um diesen heiligen Fels, war bei dieser Temperatur eine echte Herausforderung. Weiter gings dem Kings Canyon entlang, wo wir in der Nacht von heulenden Dingos unterhalten wurden. Letzter Stopp vor der Outback Hauptstadt Alice Springs war ein gigantischer Meteoriteneinschlag. Kilometerstand seit Abfahrt in Sydney: 6852 km

Montag, 25. Januar 2010

Great Ocean Road - Koalas - 4WD Sandtrip

Nach Melbourne fuhren wir der Great Ocean Road entlang, genossen die vielen Koalas in der Wildnis und natuerlich die gigantische Kuestenkulisse. Nathalie freute sich ueber jeden Koala auf einem Baum und Dani auf den ersten Test unseres Offroad Campers. Wir uebernachteten in traumhaften abgelegenen Nationalparks, wo sogar Koalas ueber unserem Camper schliefen und teilweise auch akrobatisch den Baum wechselten. Im Canunda Nationalpark wollten wir 10km dem Sandstrand entlangfahren. Super - Dani musste bereits nach der ersten Duene direkt am Meer die Grenzen eines 4WD erfahren, denn unser Fahrzeug war seitlich bis aufs Fahrgestell im Sand versunken. An einem schoenen weiten Strand - jedoch ohne jegliche Person. Hhmmm... Nachdem wir alles probiert haben und bereits 30 Minuten am Sandschaufeln waren, kam die erloesende Hilfe! Zwei Fischer erschienen von der Duene her mit einem Fahrzeug und waren sehr hilfsbereit. Mit einem Seil und Vollgas wurden wir aus dem Loch gezogen und konnten danach via Sandduene auf den Weg zurueck. Danach fuhren wir weiter ueber einen harten ausgetrockneten Salzsee. Es war ein super Erlebnis!

In Adelaide angekommen, konnten wir Nathalies Traum, einen Koala zu halten, verwirklichen. Nach der Wein Degustation im Barossa Valley befinden wir uns nun kurz vor dem Tor ins Outback und beladen unseren Camper mit 80 Liter Wasser und Proviant. Die Strecke fuehrt uns ueber den Flinders Ranges National Park und William Creek mit 12 Einwohnern durch den wohl kleinsten Ort Australiens. Auf dieser Strecke fahren wir ca. 500km auf dem ungeteerten Oodnadatta Track in Richtung Coober Pedy, wo wir dann (hoffentlich) auf den Stuart Highway gelangen. Kilometerstand seit Abfahrt in Sydney: 3972 km

Sonntag, 17. Januar 2010

Hit for Haiti - Australian Open

Spontan wurde fuer die Haitiopfer ein Event organisiert, andem die Topspieler Roger Federer, Rafael Nadal, Remo Krauer, Novak Djokovic, Andy Roddick, Serena Williams, Kim Clijsters, Aussies Lleyton Hewitt und Samantha Stosur in der Rod Laver Arena einen Match mit live Kommentar spielten. Da dieser kurzfristig organisiert wurde und wir erst 2 Stunden vorher online ueber diesen Anlass erfahren haben, gings auf direktem Weg sofort vom Strand ins Zentrum um noch Tickets zu ergattern. Fuer uns zwei Tennisasse war dies natuerlich genau das Richtige, denn wir sahen saemtliche Spieler mit einer super Unterhaltung und unterstuetzten zusaetzlich die Haitiopfer. Somit erlebten wir heute Nachmittag einen super Tenniszirkus und sind nun bereits wieder unterwegs on the road in Richtung Great Ocean Road...

Samstag, 16. Januar 2010

AUSTRALIA

Was wird uns in Australien erwarten? Dies war die grosse Frage nachdem wir in Sydney gelandet sind - doch sehr schnell befreundeten wir uns mir der modernen und lebendigen Stadt. 3 Tage reichten fasst nicht aus um alles zu erkunden. Nachdem wir unseren Wicked Outback Camper (Pussywagon) entgegengenommen hatten, fuhren wir am Olympiapark vorbei in Richtung Blue Mountains mit einer herrlichen Sicht ueber weiteTaeler voll mit Eukalyptusbaeumen. Am zweiten Tag wurden wir mit Blaulicht bereits gestoppt und Dani musste blasen (morgens um 11 Uhr!) - super in einem Land gegruendet von Vorbestraften herrschen strengere Sitten als bei uns. Denn auch am zweiten Tag auf dem Campingplatz kamen sofort Australier auf uns zugesprungen mit dem Hinweis, dass heute 'Total Fire Ban' herrsche und auch mit dem Gaskocher nicht hantiert werden darf. Somit kochten wir unsere Penne im Camper, was vermutlich einiges gefaehrlicher war. Nachdem wir nun saemtliche Gesetze kennengelernt haben, fuhren wir bei 41 Grad weiter in die Hauptstadt Canberra (feiert 100 Jahre im 2013), um den ueber 1 Billionen Dollar Parlamentsbau zu besichtigen. Via den 90 Mile Beach gelangten wir in den traumhaften Wilson PROM Nationalpark, welche beide voll Kaenguruhs und Emus sind, wobei der PROM im Februar 2009 von einem Buschfeuer stark verwuestet wurde. Die ersten Koalas sichteten wir sehr emotionell auf der Phillip Island kurz
vor Melbourne. Nathalie muss sich noch etwas gedulden bis sie ihren Traum einen Koala zu halten verwirklichen kann, denn im Bundesstaat Victoria ist dies gesetzlich nicht erlaubt. Seit gestern sind wir nun in Melbourne, wo wir am Montag versuchen ein Spiel von Federer zu bestaunen. Ach ja - Aussies sind BBQ & Camper Profis, echt cool wie sie dies geniessen und wir uns natuerlich anschliessen. Kilometerstand seit Abfahrt in Sydney: 2049.8 km

Mittwoch, 6. Januar 2010

Weihnachten und Neujahr mit Nemo auf Fidschi

Nach fast 3 Wochen auf verschiedenen Inseln auf Fidschi, melden wir uns wieder zurueck. Ohne Autos, Telefone und Internet genossen wir die ruhige Zeit ueber Weihnachten und Neujahr in einfachen Backpacker Unterkuenften bei lokalen Familien. Die Zeit auf Fidschi laeuft definitiv anders, denn Fiji-Time bedeutet: now, later or never. Wir konnten schnell feststellen, dass etwas nur dann erledigt wurde, falls jemand Lust dazu hatte. Obwohl sie Geld fuer Ausfluege verdient haetten, liegen viele Einheimische lieber in der Haengematte oder trinken das lokale Kava Getraenk den ganzen Tag. Somit haben wir uns gerne angepasst und sofort dieses Zeitverhalten uebernommen.

Weihnachten feierten wir in der Kirche mit dem Bischof von Fidschi mit bezaubernden Gesaengen der Einheimischen. Als Weihnachtsessen gab es das traditionelle Essen aus dem Erdofen, bei dem waehrend mehreren Stunden Fisch, Fleisch und Gemuese auf heissen Steinen, bedeckt mit Bananenblaettern, gekocht wird.
Da es nach dem Zyklon genuegend Treibholz an den Strand gespuelt hatte, hatten wir auch fuer das Silvesterfeuer genuegend Brennmaterial bis in die fruehen Morgenstunden, wo wir den ersten Sonnenaufgang im 2010 bestaunten.
Taeglich erkundeten wir die Riffs um die Inseln mit ihren bunten Korallen und Fischen, wobei wir Nemos Familie (Clownfische) mehrmals antraffen. Ein komisches Gefuehl hatten wir jedesmal bei der Sichtung eines Riffhais, welche zahlreich umherschwammen. An einer Stelle waren sie so zutraulich, dass man sie sogar beruehren konnte.

Jetzt ist nun bereits ein halbes Jahr vergangen, seit wir gestartet sind. Nach dieser erholsamen Zeit auf Fidschi sind wir nun wieder richtig im Reisedrang und freuen uns auf die zwei Monate Australien.